Der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr ist auf der Suche nach Startups voller Ideen.

Warum Innovationen keine Selbstläufer sind

Innovationen sind der Motor der Zukunft – aber warum tun sich gerade große Organisationen so schwer damit, innovative Ideen tatsächlich umzusetzen? Ein Erkenntnisproblem ist das nicht, sondern eher eine Frage der Umsetzung und der Kultur. Genau aus diesem Grund ziehen Startups auf dem Markt häufig an Marktführern vorbei. Doch auch die Jungunternehmen befinden sich keineswegs in einer angenehmen Ausgangslage – vor allem im B2B- und B2G-Bereich. Im Vergleich zum US-amerikanischen Markt haben Startups, die sich im deutschen B2B- oder B2G-Markt positionieren wollen, eine schwierigere Ausgangslage. Zum einen liegt das an der geringeren Größe des deutschen Marktes und zum anderen an den deutlich längeren Einkaufsprozessen. Prozesse, die in den USA Monate dauern, können sich hier über Jahre hinziehen.
 
Die Bundeswehr hat sich das Ziel gesetzt, ein dementsprechend guter Kunde für innovative Ideentreiber zu sein – und bietet für Startups gleichzeitig eine Menge Potenzial. So erkennt die technikaffine Bundeswehr, dass Digitalisierung keine Option, sondern eine Notwendigkeit ist und begrüßt daher innovative Ideen von Startups. Auch die Größe der Bundeswehr ist ein großer Pluspunkt für Jungunternehmen, die ihre Produkte und Prozesse in der Praxis testen möchten. Zu guter Letzt sollten Gründer im Blick behalten, dass die Bundeswehr als Partner und somit Testumgebung einen in der Business-Landschaft einzigartigen Querschnitt durch die Gesellschaft darstellt – was für die jeweilige Weiterentwicklung ein klarer Vorteil ist.


Euer Startup hat gute Ideen für sicherheitspolitische Herausforderungen? Dann bewerbt euch jetzt mit dem Kennwort CIH@MSC für die Teilnahme an der MSC Innovation Night.


Cyber Innovation Hub – Innovationstreiber der Bundeswehr

Seit Mitte letzten Jahres ist der Cyber Innovation Hub (CIH), die Abteilung für digitale Innovation der Bundeswehr, dafür verantwortlich, digitale Produkte der Startup-Szene in das eigene Ökosystem zu integrieren. Als Schnittstelle zwischen der Bundeswehr und der Gründerszene hat sich der Hub das Ziel gesetzt, Informationstechnologien im Bereich Cybersicherheit und Digitalisierung innerhalb der Bundeswehr zu verankern. Der CIH agiert dabei selbst wie ein Startup, arbeitet nach agilen Methoden und dem „Lean-Startup“ Prinzip.

Das klappt bereits sehr gut. Schon im letzten Jahr lud die Bundeswehr 20 Startups im Rahmen der Kieler Woche auf die Fregatte Mecklenburg-Vorpommern ein – und das mit nachhaltigem Erfolg. Mehrere Firmen wurden unter Vertrag genommen und ihre Lösungen, beispielsweise aus den Bereichen Web-Security und 3D-Design, innerhalb der Bundeswehr implementiert.

Netzwerken auf der Innovation Night der Münchner Sicherheitskonferenz

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wird die MSC Innovation Night eröffnen.

Zur Diskussion sicherheitspolitischer Fragen und zum Vernetzen mit relevanten Entscheidungsträgern bietet die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) einmal im Jahr eine der relevantesten Plattform. Für Startups ist die Konferenz in diesem Jahr besonders interessant: Am 15. Februar lädt der CIH zur ersten MSC Innovation Night ein. Im Hotel Bayrischer Hof stehen disruptive Technologien, globale Vernetzung, Big Data und exponentielle Veränderung die ganze Nacht lang im Fokus. Warum ist es in Deutschland so schwer in der B2B- und B2G-Branche Fuß zu fassen? Wieso tun sich große Organisationen so schwer damit, agil zu sein? Und: Wie kann staatliches Handeln modern bleiben? Diese und weitere Fragen will der Cyber Innovation Hub der Bundeswehr gemeinsam mit Startups diskutieren und in einer möglichen anschließend Zusammenarbeit praktisch angehen.

Auf der Bühne trifft die Bundeswehr auf Innovatoren der Tech-Szene: Neben Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, dem Generalinspekteur Volker Wieker und dem Leiter des Cyber Innovation Hub der Bundeswehr Marcel „Otto“ Yon sind auch der Palantir-CEO Alex Karp, Lars Zimmermann von hy!, Ingo Seebach von Dedrone, Herman Narula von Improbable und Stefan Gross-Selbeck von BCG Digital Ventures diskutieren nicht nur Innovation und Politik, sondern auch praktische Anwendungsfelder von digitalen Trends im Bundeswehr-Kontext. Moderiert wird die Veranstaltung von Kai Diekmann und Matthew Karnitschnig.


Blockchain, Big Data und Bundeswehr – wie passt das alles zusammen? Um diese und weitere Fragen dreht sich alles auf der MSC Innovation Night. Weitere Informationen findet ihr mit dem Kennwort CIH@MSC hier.


Wie Startups von der Bundeswehr profitieren

Ist die Bundeswehr kein attraktiver Markt für Startups? Doch – allen Berührungsängsten zum Trotz. Denn: Beide Seiten können obgleich aller Unterschiede viel voneinander lernen. Gemeinsam soll überprüft werden, wie Digitaltechnologien für die Bundeswehr nutzbar gemacht werden können. Ein Beispiel wäre hier der Einsatz von Blockchain-Technologie, um Kommandos im Gefechtsfeld abzusichern – schließlich spielt Datenintegrität hierbei eine zentrale Rolle.

Es zeigt sich: Die Anwendungsfelder für digitale Technologien innerhalb der Bundeswehr sind nahezu unendlich – und eröffnen Startups zahlreiche Möglichkeiten. Außerdem profitieren die Jungunternehmen von der Infrastruktur und den abwechslungsreichen Wirkungsfeldern von Deutschlands vielfältigstem Arbeitgeber. Denn: Die Bundeswehr agiert nicht nur als Verteidigungs-Organisation, sondern auch als Logistikunternehmen, Krankenhausbetreiber, Bildungsanbieter – und mit dem Cyber Innovation Hub sogar als Startup-Förderer. Mit Projekten wie dem CIH stellt die Bundeswehr sicher, auch im Zeitalter exponentieller Entwicklung an der Speerspitze des technischen Fortschritts zu bleiben.

Auf der MSC Innovation Night könnt ihr mit den relevanten Entscheidungsträgern in Kontakt treten. Noch sind wenige Plätze verfügbar! Alle Informationen findet ihr mit dem Passwort CIH@MSC hier.

Bilder: Bundeswehr